Das Modell der Verkörperung in der ökologisch-systemischen Psychotherapie II
Wie integrieren wir das ökologische Paradigma von Thomas Fuchs in den psychotherapeutischen Alltag?
Kursinhalt
Ein Jahr ist es her, dass am IÖST ein Seminar zum Thema Verkörperung in der ökologisch-systemischen Therapie erstmals die Verbindung von Diagnostik und Krankheitsverständnis im Verkörperungsmodell mit dem ökologisch-systemischen Fallverständnis aufgezeigt hat. Dabei haben sich viele Parallelen ergeben, und Ergänzungen für den ökologisch-systemischen Ansatz sind deutlich geworden. Es kam der Wunsch auf, diesen Diskurs zu vertiefen.
Darum wird es in dem zweiten Seminar von Thomas Fuchs und Bernadette Ruhwinkel am 25. und 26.1.2027 um die Frage gehen, wie der Ansatz der Verkörperung in konkreten Fällen die ökologisch-systemische Diagnostik und Psychotherapie im Einzel- und Paarsetting vertiefen und bereichern kann.
Nach einer kurzen Einführung zum Verständnis des Verkörperungsmodels wird eine Zusammenfassung der Erkenntnisse aus dem letzten Jahr alle TeilnehmerInnen auf den aktuellen Stand unseres Austausches zwischen den Modellen bringen.
Anschliessend wird die Fallarbeit im Zentrum stehen.
Wo in der Einzel- oder Paartherapie nutzen wir aus ökologisch-systemischer Sicht bereits Ansätze zur Verkörperung in der Therapie und wie könnten diese Ansätze aus Sicht von Thomas Fuchs auch im Hinblick auf verkörperte Emotionen noch vertieft werden? Dabei sind eigene Fälle der TeilnehmerInnen erwünscht.
Vertieft werden wir uns auch noch mit Narzissmus in der Psychotherapie auseinandersetzen . Hierzu wird Thomas Fuchs die Konzepte aus seinem neusten Buch vorstellen und wir werden anhand eines Falles die praktische Umsetzung dieses Konzeptes in der ökologisch-systemischen Arbeit studieren. Ausserdem dürfen wir uns auf einen Vortrag von Thomas freuen: «Sinn entsteht im Zwischen».
Hier macht schon der Titel deutlich, wie nah unsere Ansätze einander sind.
Dieses Seminar ist geeignet für TeilnehmerInnen des ersten Seminares, aber ebenso für alle WeiterbildungskandidatInnen des ökologisch-systemischen Instituts, DozentInnen und SupervisorInnen des IÖST und alle Interessierte. Es ist nicht notwendig, dass man am ersten Seminar teilgenommen hat oder vorher bereits die Bücher von Thomas Fuchs gelesen hat, da er selbst uns seine Theorien auf eine sehr verständliche Art näherbringen wird und die Erkenntnisse des ersten Seminars für alle präsentiert werden.
Wir (Thomas und Bernadette) freuen uns auf alle interessierten TeilnehmerInnen und hoffen auf einen erneut lebendigen und bereichernden Austausch zur gemeinsamen Horizonterweiterung.
Leitung
Bernadette Ruhwinkel, Dr. med.
FMH Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie Schwerpunkt Alterspsychotherapie MAS Supervision und Coaching in Organisationen Dozentin und Supervisorin Praxis in Winterthur Obertor 1
Thomas Fuchs, Prof. Dr. Dr.
1981 bis 1988 Studium von Medizin, Philosophie und Wissenschaftsgeschichte in München
1990 Promotion in Medizingeschichte
1995 Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie
1999 Habilitation in Psychiatrie an der Uni Heidelberg
1999 Promotion in Philosophie schon damals «Leib, Raum Person. Entwurf einer
phänomenologischen Anthropologie»
2005 Professor für Psychiatrie und Psychotherapie Uni Heidelberg
2010 Karl Jaspers-Professor für Philosophische Grundlagen der Psychiatrie und
Psychotherapie an der Uni Heidelberg
Forschungsschwerpunkte: Phänomenologische Psychologie, Psychopathologie und
Anthropologie und Phänomenologie und kognitive Neurowissenschaften
Mitglied in vielen Fachgesellschaften u.a. Seit 2019 Präsidium der Deutschen
Gesellschaft für Phänomenologische Forschung (DGPF)
Verschiedene Preise erhalten: 2023 Erich-Fromm Preis für Verteidigung
humanistischen Denkens gegen eine rein naturalistisch- Scientistische Sichtweise des
Menschen
Bei all dem auch noch klinisch tätig geblieben, als ärztliche Leitung der Tagesklinik
Blankenburg an der Universität Heidelberg.
Details
Termine
25.01. & 26.01.2027
09:00-17:00
Ort
Institut für Ökologisch-systemische Therapie
Seefeldstrasse 303
8008 Zürich
Kosten & Credits
CHF 560.- für 16 Lektionen
Die Veranstaltung entspricht 16 Credits.
