IRRT (Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy) ist ein imaginatives Therapieverfahren zur Behandlung traumabedingter und anderer belastungsabhängiger psychischer Störungen. Die Methode wurde Anfang der 1990er Jahre von Mervyn Schmucker ursprünglich für erwachsene Opfer von sexuellem oder körperlichem Missbrauch entwickelt und später gemeinsam mit Rolf Köster weiterentwickelt.
Heute wird IRRT unter anderem bei Traumafolgestörungen, Angststörungen, Depressionen, Trauerreaktionen und Persönlichkeitsstörungen eingesetzt. Die Methode arbeitet mit inneren Bildern, emotionalen Blockaden und verschiedenen Persönlichkeitsanteilen wie dem heutigen Ich, dem verletzten Kindanteil und dem Täterbild.
Im Mittelpunkt steht die imaginative Arbeit auf der „inneren Bühne“ des Patienten. Der Therapeut begleitet den Prozess mit einer offenen, fragenden Haltung, ohne Inhalte vorzugeben. Ziel ist nicht das Erzwingen bestimmter Ergebnisse, sondern die individuelle emotionale Verarbeitung durch den Patienten selbst.
IRRT entstand aus der kognitiven Verhaltenstherapie, lässt sich jedoch auch mit psychodynamischen, systemischen und humanistischen Ansätzen kombinieren. Studien zeigen eine vergleichbare Wirksamkeit wie EMDR oder Prolonged Exposure bei posttraumatischen Belastungsstörungen.